Liebe Eltern,

hier teile ich mit Ihnen meine Geschichte zum Ereignis des 6. Januars vor 2021 Jahren, wie Menschen mir geholfen haben, sie heute zu sehen.

Die Priesterweisen fühlten, dass sie in ihren Seelen nicht mehr die Erfüllung finden konnten, wie noch als Kind und wie die Menschheit in vergangenen Zeiten. Früher standen sie mit der göttlich-geistigen Welt unmittelbar in Verbindung. Lebten in ihr. Aber diese Verbindung war brüchig geworden. Das Denken drang nicht mehr richtig zu ihr vor, das fühlende Erleben war abgestumpft und im Wollen drohte die Hoffnung zu schwinden.

Da fühlten sie ihr Herz, vom Strahl eines Sternes berührt. Und Ahnung regte sich in ihnen, dass die bedrohten Seelen Heilung von Isolation, Gefühlskälte und Hoffnungslosigkeit finden würden, wenn sie diesem Stern folgten. Und sie machten sich auf den Weg.

Ein Kind, von einer reinen Seele geboren, bringt den Wandel in dieser schwer gewordenen Erdenzeit.

Aus der Verbindung mit dem Stern, leuchtete ihnen im Denken wieder golden die Erkennentniskraft zur Wahrheit. Beim Atmen im Weihrauch stellte sich ein Fühlen ein, das wieder verbunden war mit dem Göttlichen. Und im Wollen blühte die Hoffnung auf die Überwindung des Todes auf.

Diese Zeit war historisch. Und wenn wir heute hinspüren, können wir erleben, dass sich dieses Ereignis im eigenen Seelenleben zuträgt. Immer jetzt. Das Kind wurde geboren. In uns! Unser Geisteskind. Das schwer Umkämpfte. Das es zu schützen gilt. Wie? Der Stern zeigt uns den Weg.

Die heiligen drei Könige opferten ihm mit dem Gold ihr Denken, mit dem Weihrauch ihr Fühlen und mit der Myrrhe ihr Wollen.

Epiphanias – ist die Zeit der Erscheinung oder Offenbarung des Göttlichen auf der Erde – in uns. Sie beginnt am 6. Januar und geht über vier Sonntage.

So konnten es Pablo Picasso ausdrücken:

Ich suche nicht – ich finde.

Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuem.

Finden – das ist das völlig Neue!

Das Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!

Die Ungewißheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen geborgen wissen, die in die Ungewißheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt – das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen: Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

Pablo Picasso

 

Und so formulierte es Friedrich Doldinger:

Den Glanz des Goldes schauen.
Im Weihrauch atmend weben.
Die Kraft der Myrrhe schmecken.

Es lehrt dem Denken trauen.
Dem Fühlen gibt es Leben.
Und wird vom Tod erwecken.

Königlich denken!
Priesterlich fühlen!
Als Heiler wollen!

Gekrönt!
Geweiht!
Erstanden!

Friedrich Doldinger

Am 6. Januar 30 Jahre später, wurde Jesus von Johannes im Jordan getauft und nahm Christus, den Gottesgeist, in sich auf:

Als Jesus getauft war und alsbald aus dem Wasser stieg, siehe, da öffneten sich die Himmel, und er sah den Geist Gottes gleich einer Taube herabschweben und über ihn kommen. Und siehe, ein Ruf ertönte aus den Himmeln: Dies ist mein geliebter Sohn, in dem ich mich offenbare.

Mt. 3, 16-17

Der Stern ist als Christus in Jesus eingezogen.

Folgen wir unserem Stern und opfern unser Denken, Fühlen und Wollen dem Kind.

In diesem Sinne grüßt Sie herzlich
Ihre
Judith Ebbing

P. S.: Und hier eine Möglichkeit dieses Fest mit Kindern zu feiern:
Heilige Drei Könige für Kinder